Konzeptuell - Jana Nowak Photography
Jana Nowak Photography

Konzeptuell

(M)eating Hannah Wilke

Heute zeige ich Euch ein Bild, das mir sehr am Herzen liegt. (M)eating Hannah Wilke setzt sich mit dem Werk der feministischen Künstlerin Hannah Wilke auseinander, die in den 70er Jahren mit ihrer Starification Object Series (einer Serie die Wilkes nackten Körper mit kleinen Vaginaplastiken aus Kaugummi versehen zeigt) Aufsehen erregte.

Meating Hannah Wilke

Bei dem Versuch einer modernen Adaption ging es hier sowohl darum, die Arbeit historisch zu kontextualisieren und die Darstellung somit nicht nur auf Fragen der weiblichen Geschlechtsidentität zu begrenzen als auch darum, auf den Aspekt der Mortifizierung Bezug zu nehmen (welcher auch in Hannah Wilkes späterem Werk eine wichtige Rolle einnimmt). Deshalb wurde bei der Wahl der Materialien auch nicht, wie ursprünglich bei Wilke, Kaugummi verwendet, sondern stattdessen rohes Fleisch geformt.

Falls Ihr Euch für die, insgesamt sechsteilige Serie interessiert und gerne alle Bilder sehen möchtet könnt Ihr das am kommenden Samstag im Werk II tun. Dort stelle ich im Rahmen des City Crash Festivals aus. Also kommt vorbei und lasst uns diskutieren ;)

Fotoprojekt "Solidarität"

Dem Institut für Theaterwissenschaft und dem Institut für Archäologie drohen, aufgrund der aktuellen Kürzungen an der Uni Leipzig, die Schließung. Aus Protest wurden deswegen bereits einige Protestaktionen von den Studenten und Lehrenden ins Leben gerufen, wie zum Beispiel die Straßenperformance "GKOmmen um zu bleiben".

Gemeinsam mit einigen Kommilitoninnen entstand die Idee, selbst auch etwas zu den Protestaktionen beizutragen und so wurde das Fotoprojekt "Solidarität" gegründet.

Unser Ziel ist es, eine Art fotografische Petition zu schaffen, die zeigt, dass die unterschiedlichsten Menschen in Leipzig nicht einverstanden sind mit diesem Aspekt der aktuellen Hochschulpolitik. Dafür sprechen wir, in regelmäßigen Abständen, Passanten in der Leipziger Innenstadt an, erklären ihnen kurz die Situation der Institute und (sofern sie sich dazu bereiterklären) werden sie anschließend von mir fotografiert.

Es haben sich inzwischen über 100 Menschen gefunden, die das Projekt unterstützen und sich bereit erklärt haben, sich dafür fotografieren zu lassen. Wunderbar finde ich, dass auch viele ältere Menschen sich mit der Thematik auseinandersetzen und darüber gut informiert sind. Allerdings ist es verwunderlich, dass gerade von Studenten Aussagen getroffen wurden wie: "Ist doch gut, dass es diese Institute sind, die geschlossen werden."

Wir als Studenten sollten uns doch eigentlich solidarisch verhalten und unsere Komilitonen unterstützen. Es scheint fraglich, wie zielführend es ist, sich gegenseitig den schwarzen Peter zuzuschieben und zu hoffen, dass die anderen Institute statt dem eigenen geschlossen werden.

Alle Bilder des Projektes könnt Ihr hier sehen.