feinkost leipzig - Jana Nowak Photography
Jana Nowak Photography

#feinkost leipzig

Blickfang Leipzig, der studentische Aktkalender - ein Rückblick

Vor circa einem Jahr ging alles los. Gemeinsam mit drei Freunden beschloss ich, in Anlehnung an die Tradition studentischer Aktkalender an der Uni Leipzig, selbst einen Kalender zu produzieren. Für uns alle war es eine Premiere und entsprechend unvoreingenommen gingen wir das Projekt an. Das Einzige, was von Anfang an feststand war, dass wir nur Frauen im Kalender zeigen wollten und dass wir uns gegen den typischen Stil von Erotikkalendern wenden wollten. Wir wollten weder kontrastreiche schwarz/weiße Studiobilder, noch sollten die Frauen komplett nackt zu sehen sein. Was also entstehen sollte waren feminine Aufnahmen natürlicher Frauen an unterschiedlichen Schauplätzen, welche ich gemeinsam mit einer weiteren Fotografin aufnahm. Diese galt es jedoch erst einmal zu organisieren. Nach zahlreichen Anfragen bei den unterschiedlichsten Institutionen war die Rückmeldung überraschend positiv. Bereits unser erstes Shooting fand im Leipziger Panorama Tower statt und wurde begleitet von einer Reporterin der Leipziger Volkszeitung.

Nur wenige Tage später wurden die nächsten Aufnahmen in einer ganz anderen Umgebung gemacht. Im Gegensatz zum Restaurant des Panorama Towers, das sich durch edles dunkles Holz und riesige Fensterfronten auszeichnet, verkörpern die Aufnahmen dieses Tages eine ganz andere Seite der Stadt. Die Feinkost Leipzig ist eine alte Konservenfabrik, die heute von Künstlern, Handwerken und anderen kreativen Menschen genutzt wird. Das spiegelt sich auch in der Umgebung der Feinkost wieder: die Wände sind übersät mit Graffitis, mitten im Hof stehen alte rote Kinosessel und in bemalten und umhäkelten Autoreifen finden sich Blumenbeete. Dass es sich also durchaus lohnt, sich das Gelände der Feinkost einmal näher anzuschauen war jedoch leider nicht nur uns aufgefallen, so dass plötzlich eine Gruppe Schulkinder auf dem Hof auftauchte und wir schnell den Reflektor zu einem Sichtschutz umfunktionieren mussten um unser Model vor den neugierigen Blicken abzuschirmen.

Durch unsere Sponsoren hatten wir auch die Möglichkeit in einem Oldtimer und auf einer kleinen Yacht zu fotografieren. Es war unglaublich toll, durch das Kalenderprojekt die Möglichkeit zu haben, diese als Kulissen für unsere Bilder nutzen zu können. Auch damit dass sich auf einen Aufruf in der Uni so viele Modelle gemeldet haben hätte ich niemals gerechnet. Die Rückmeldungen waren unglaublich positiv und alle Modelle die sich für das Projekt gemeldet haben waren ausnahmslos so hübsch, dass es uns wirklich schwer fiel uns auf nur zwölf zu einigen. Nachdem alle Bilder im Kasten, die Post Production fertig und ein Design für den Kalender entworfen war, gaben wir die Druckfreigabe. Es war ein unglaublich tolles Gefühl, das fertige Produkt in den Händen zu haben, was von uns natürlich entsprechend gefeiert wurde.

Ein weiteres persönliches Highlight war für mich, dass einige Zeit nachdem der Verkauf begonnen hatte, der MDR uns für einen Videodreh anfragte. Gemeinsam mit Julia, der Fotografin mit der zusammen ich die Bilder fotografiert habe, stellten wir mit zwei wunderbaren Models ein Kalendershooting nach und wurden zu dem Projekt interviewt. Den Beitrag könnt Ihr hier sehen.

Alles in allem waren es ein paar wundervolle Monate, die mir die Möglichkeit gegeben haben, viele tolle Menschen kennenzulernen und mich sehr intensiv mit der Fotografie zu beschäftigen. In diesem Sinne, vielen Dank an alle die diese Zeit so schön gemacht haben, wie sie war.