jana nowak photography - Jana Nowak Photography
Jana Nowak Photography

#jana nowak photography

Riot Grrrl!

Schon länger hatte ich die Idee, ein Shooting im Stil von Terry Richardson umzusetzen. Das mag erst mal nicht besonders innovativ sein, da diese Art der Ästhetik aktuell überall zu sehen ist – aber wenn man es ausprobiert weiß man auch, warum. Abgesehen, von diesem rotzig modernen Bildlook, den man entweder liebt oder hasst, ist es manchmal auch einfach befreiend, Bilder zu produzieren ohne den Anspruch zu haben, technisch perfekt zu arbeiten. Vielmehr geht es um den Spaß an der Sache, die Kommunikation mit dem Model und hemmungsloses Ausprobieren!

(M)eating Hannah Wilke

Heute zeige ich Euch ein Bild, das mir sehr am Herzen liegt. (M)eating Hannah Wilke setzt sich mit dem Werk der feministischen Künstlerin Hannah Wilke auseinander, die in den 70er Jahren mit ihrer Starification Object Series (einer Serie die Wilkes nackten Körper mit kleinen Vaginaplastiken aus Kaugummi versehen zeigt) Aufsehen erregte.

Meating Hannah Wilke

Bei dem Versuch einer modernen Adaption ging es hier sowohl darum, die Arbeit historisch zu kontextualisieren und die Darstellung somit nicht nur auf Fragen der weiblichen Geschlechtsidentität zu begrenzen als auch darum, auf den Aspekt der Mortifizierung Bezug zu nehmen (welcher auch in Hannah Wilkes späterem Werk eine wichtige Rolle einnimmt). Deshalb wurde bei der Wahl der Materialien auch nicht, wie ursprünglich bei Wilke, Kaugummi verwendet, sondern stattdessen rohes Fleisch geformt.

Falls Ihr Euch für die, insgesamt sechsteilige Serie interessiert und gerne alle Bilder sehen möchtet könnt Ihr das am kommenden Samstag im Werk II tun. Dort stelle ich im Rahmen des City Crash Festivals aus. Also kommt vorbei und lasst uns diskutieren ;)

Von zypriotischen Bergen und türkischen Basaren

In der letzten Woche war es etwas still auf meiner Seite und das liegt daran, dass ich gemeinsam mit ein paar Freunden eine Rundreise gemacht habe. In sieben Nächten übernachteten wir in insgesamt fünf Hotels, sowohl auf Zypern als auch auf dem türkischen Festland und haben einen Einblick in die Kultur bekommen, uns auf Basaren durch das Angebot an getrockneten Früchten probiert und sind mit wackligen regionalen Bussen gefahren.

Nikosia ist die letzte geteilte Hauptstadt der Welt. Dieses Motiv war das erste, das mir passenderweise während des kurzen Aufenthalts auf der griechischen Seite der Stadt auffiel.

Durch Zufall stießen wir in Antalya auf diesen belebten, lauten und wunderschönen Basar.

Die Herstellung eines Teppichs in Handarbeit dauert bis zu einem Jahr. Abgesehen von dem leicht chauvinistischen Reiseführer, der auf die Frage ob auch Männer Teppiche knüpften antwortete "Ja glaubst Du denn, ein Mann hätte Lust ein Jahr an einem Teppich zu arbeiten?" war es eine sehr interessante Erfahrung, die Arbeitsschritte nachzuvollziehen.

Die aufwändige Gewinnung der Seide aus Kokons findet in einem heißen Wasserbad statt.

So viel Zeit muss sein.

Und natürlich dürfen bei Urlaubsbildern auch die obligatorischen Essensfotos nicht fehlen!

Ihr seht hier nur einen sehr kleinen Auszug der riesigen Menge an Bildmaterial, die sich in einer Woche angesammelt hat. Alles wurde aus jeder erdenklichen Perspektive festgehalten mit insgesamt drei Spiegelreflex- und zwei Videokameras, sowie diversen Handys. Kein Wunder, wenn man mit kreativen Menschen verreist.

Es wird grafisch

Zum ersten Mal seit Langem war wieder einmal Zeit für eine freie Arbeit. Gemeinsam mit der kreativen Mademoiselle Maya haben ich mich uns diesmal an ein, für mich eher unübliches, Thema gewagt. Den Anstoß gab einTreppenhaus, das mir durch Zufall beim letzten Lichtfest auffiel.

Die interessante und ungewöhnliche Architektur des Gebäudes wollten Mademoiselle Maya und ich also für die Modelfotografie nutzbar machen und haben uns an einer Kombination aus Architektur- und Mode(l)fotografie versucht.

Gerade das Zusammenspiel von Linien und dem Körper des Models war für uns interessant, aber auch anspruchsvoll, da Mademoiselle Maya sich in sehr akrobatische Posen begeben musste (zu meinem Glück ist sie als Kickboxerin entsprechend sportlich).

Mit Weihnachtsdekoration und Glitzervorhängen zum  Fotoshooting im Stil der zwanziger Jahre

Vielleicht erinnern sich ja noch einige von Euch daran, dass ich Mitte diesen Jahres ein Fotoshooting verlost habe.

Nachdem die Gewinnerin feststand, sah ich, dass sie bereits häufiger gemodelt und so auch schon einiges an Erfahrung vorzuweisen hatte. Sie erzählte mir, dass Sie sich ein Shooting im Stil der zwanziger Jahre wünschen würde und besaß glücklicherweise auch einen großen Fundus mit entsprechender Kleidung, so dass die Grundlage für atmosphärische Bilder geschaffen war.

Da wir uns dafür entschieden, im Studio zu fotografieren, galt es nun ein entsprechendes Set zu aufzubauen, das auch ohne eine nachträgliche Montage eine gewisse Tiefe und Stimmung erzeugen sollte. Um die Illusion der Roaring Twenties im Studio zum Leben zu erwecken, wollte ich möglichste viele Glanz- und Bokehstellen in das Bild einbauen, aber seht selbst:

Für die Lichtpunkte im Hintergrund befestigte ich drei Lichterketten an meinem Hintergrundsystem und um den Effekt vor dem Model zu erzeugen hängte ich einen silbernen Fadenvorhang, mit einer abenteuerlichen Konstruktion vor das Model. Der Vorhang ist insofern praktisch, da man die einzelnen Fäden so arrangieren kann, dass sie eine schöne Umrandung oder Begrenzung für das Bild schaffen. Die Lichtreflexionen, die dabei entstehen sorgen dafür, dass jedes Bild leicht unterschiedlich und somit interessant wird.
Mit etwas Kreativität und einfachen Utensilien lässt sich also ganz leicht eine glamuröse Stimmung inszenieren. Grade jetzt zur Weihnachtszeit sind die Läden voll mit glitzernden Accessoires (neben Lichterketten sind meine absoluten Favoriten Engelshaar und Lametta) die sich perfekt dafür eignen, um Bildern eine gewisse Tiefe zu verleihen.

What's in my bag - was ich zu einem Fotoshooting mitnehme

Da ich seit Kurzem die stolze Besitzerin einer wunderbaren neuen Kameratasche bin, kam mir die Idee, einen kleinen Leitfaden zu verfassen, auf welche Utensilien man als Fotograf bei einem Fotoshooting auf keinen Fall verzichten sollte.

Natürlich variiert die Auswahl je nach Shootingart und -umfang immer, aber das ist die Grundausstattung, die ich zu jedem Outdoorshooting mitnehme, bei dem die Personenfotografie im Vordergrund steht.

Zunächst das Wichtigste: die Kamera. Ich weiß, auf diesen Punkt wärt Ihr vermutlich nie gekommen, aber der Vollständigkeit halber soll hier nichts unerwähnt bleiben. Ich fotografiere mit der Canon EOS 6D und als Objektiv, das für die meisten Situationen optimal ist, kann ich sehr das 50mm 1,8er empfehlen. Lichtstarke Festbrennweiten überzeugen sowohl durch das tolle Bokeh, als auch durch die knackige Schärfe. Je nachdem, welche Objektive Ihr besitzt und was für Aufnahmen Ihr plant, kann es sinnvoll sein, ein weiteres Objektiv mitzunehmen, um zum Beispiel einen anderen Brennweitenbereich abzudecken.

Auch eine Ersatzspeicherkarte sollte nicht fehlen, damit Ihr nicht während des Shootings das perfekte Bild verpasst, nur weil Eure Speicherkarte voll oder defekt ist.

Für den Fall, dass Ihr keine Visagistin gebucht habt, ist es unverzichtbar, selbst eine minimale Auswahl an Beautyprodukten dabeizuhaben. Puder und Pinsel, sowie ein Kamm dürfen in meiner Ausrüstung nicht fehlen. Wer weiß, wie lange es dauert Haare zu bearbeiten, oder glänzende Hautpartien in Photoshop abzumildern, der wird sich über die Möglichkeit freuen, diese kleinen Makel direkt vor Ort zu beheben.

Ebenfalls unverzichtbar ist für mich beim Shooting eine Mülltüte. Sie mag vielleicht nicht das attraktivste Accessoire in meiner Ausrüstung sein, aber dennoch ist sie sehr praktisch. Stellt Euch zum Beispiel vor, Euer Model trägt helle Kleidung und Ihr möchtet es unbedingt sitzend positionieren. In so einer Situation hilft es ungemein, wenn man eine Folie bei sich hat, auf die sich das Model setzen kann, ohne seine Kleidung zu verschmutzen oder im schlimmsten Fall sogar zu beschädigen. Natürlich muss man dabei darauf achten, dass die Tüte anschließend nicht im Bild zu sehen ist. Hilfreich ist es auch immer, eine Schere bei sich zu haben, entweder um besagte Mülltüte zurechtzuschneiden, um störende Äste zu entfernen, oder auch um Schildchen von der Kleidung abzutrennen, die sonst vielleicht das Gesamtbild stören würden.

Falls Ihr Euch fragt, was es mit dem Ring aus Kirschblüten auf sich hat, dieser ist eine Eigenkonstruktion, welche ich sehr gerne für romantische Bilder nutze. Der Ring lässt sich leicht auf dem Objektiv befestigen und man kann ihn so zurechtrücken, dass Teile der Blumen ins Bild ragen. Wenn man offenblendig fotografiert kann man mit dieser Technik sehr schöne Effekte erzeugen.

Last but not least, die Kameratasche. Ihr solltet Wert darauf legen, dass Eure Tasche hochwertig ist und ausreichend Platz für Eure Ausrüstung bietet, schließlich wollt Ihr ja nicht, dass Eure Kamera beschädigt wird. Deshalb ist es wichtig, sich vor dem Kauf Gedanken darüber zu machen, was essentiell für Euch beim Fotografieren ist und unbedingt in Eure Tasche passen sollte.

Ich hoffe, der Artikel hat Euch gefallen. Vielleicht habt Ihr ja sogar ein paar Dinge entdeckt, die Ihr jetzt selbst zu Euren Shootings mitnehmen möchtet. Was mich interessieren würde ist: Was ist für Euch unverzichtbar bei einem Shooting und was ist üblicherweise in Eurer Tasche, bei einem (kleineren) Outdoorshooting?

Ich freue mich auf Eure Rückmeldungen,

Eure Jana

Fotoprojekt "Solidarität"

Dem Institut für Theaterwissenschaft und dem Institut für Archäologie drohen, aufgrund der aktuellen Kürzungen an der Uni Leipzig, die Schließung. Aus Protest wurden deswegen bereits einige Protestaktionen von den Studenten und Lehrenden ins Leben gerufen, wie zum Beispiel die Straßenperformance "GKOmmen um zu bleiben".

Gemeinsam mit einigen Kommilitoninnen entstand die Idee, selbst auch etwas zu den Protestaktionen beizutragen und so wurde das Fotoprojekt "Solidarität" gegründet.

Unser Ziel ist es, eine Art fotografische Petition zu schaffen, die zeigt, dass die unterschiedlichsten Menschen in Leipzig nicht einverstanden sind mit diesem Aspekt der aktuellen Hochschulpolitik. Dafür sprechen wir, in regelmäßigen Abständen, Passanten in der Leipziger Innenstadt an, erklären ihnen kurz die Situation der Institute und (sofern sie sich dazu bereiterklären) werden sie anschließend von mir fotografiert.

Es haben sich inzwischen über 100 Menschen gefunden, die das Projekt unterstützen und sich bereit erklärt haben, sich dafür fotografieren zu lassen. Wunderbar finde ich, dass auch viele ältere Menschen sich mit der Thematik auseinandersetzen und darüber gut informiert sind. Allerdings ist es verwunderlich, dass gerade von Studenten Aussagen getroffen wurden wie: "Ist doch gut, dass es diese Institute sind, die geschlossen werden."

Wir als Studenten sollten uns doch eigentlich solidarisch verhalten und unsere Komilitonen unterstützen. Es scheint fraglich, wie zielführend es ist, sich gegenseitig den schwarzen Peter zuzuschieben und zu hoffen, dass die anderen Institute statt dem eigenen geschlossen werden.

Alle Bilder des Projektes könnt Ihr hier sehen.

Viele schöne Studentinnen - Interview im Blitz!-Stadtmagazin

Hallo Ihr Lieben,

vor wenigen Tagen habe ich es zum ersten Mal gesehen: mein Interview im Blitz!-Magazin. Dort wird jeden Monat eine Fotograf_In vorgestellt und in der Mai/Juni Ausgabe wurde nun ein Interview mit mir und vielen meiner Arbeiten gezeigt. Ich freue mich riesig über den Artikel und über die positive Resonanz die bisher dazu kam. Den ganzen Artikel könnt Ihr hier lesen.

Ich wünsche Euch ein wunderbares Wochenende, Eure Jana