leipzig - Jana Nowak Photography
Jana Nowak Photography

#leipzig

Riot Grrrl!

Schon länger hatte ich die Idee, ein Shooting im Stil von Terry Richardson umzusetzen. Das klingt erst mal nicht besonders innovativ, da diese Art der Ästhetik aktuell überall zu sehen ist – aber wenn man es ausprobiert weiß man auch, warum. Abgesehen von diesem rotzig modernen Bildlook den man entweder liebt oder hasst, ist es manchmal auch einfach befreiend, Bilder zu produzieren, ohne den Anspruch zu haben, technisch perfekt zu arbeiten. Vielmehr geht es um den Spaß an der Sache, die Kommunikation mit dem Model und hemmungsloses Ausprobieren!

(M)eating Hannah Wilke

Heute zeige ich Euch ein Bild, das mir sehr am Herzen liegt. (M)eating Hannah Wilke setzt sich mit dem Werk der feministischen Künstlerin Hannah Wilke auseinander, die in den 70er Jahren mit ihrer Starification Object Series (einer Serie die Wilkes nackten Körper mit kleinen Vaginaplastiken aus Kaugummi versehen zeigt) Aufsehen erregte.

Meating Hannah Wilke

Bei dem Versuch einer modernen Adaption ging es hier sowohl darum, die Arbeit historisch zu kontextualisieren und die Darstellung somit nicht nur auf Fragen der weiblichen Geschlechtsidentität zu begrenzen als auch darum, auf den Aspekt der Mortifizierung Bezug zu nehmen (welcher auch in Hannah Wilkes späterem Werk eine wichtige Rolle einnimmt). Deshalb wurde bei der Wahl der Materialien auch nicht, wie ursprünglich bei Wilke, Kaugummi verwendet, sondern stattdessen rohes Fleisch geformt.

Falls Ihr Euch für die insgesamt sechsteilige Serie interessiert und gerne alle Bilder sehen möchtet, könnt Ihr das am kommenden Samstag im Werk II tun. Dort stelle ich im Rahmen des City Crash Festivals aus. Also kommt vorbei und lasst uns diskutieren!

Es wird grafisch

Zum ersten Mal seit Langem war wieder einmal Zeit für eine freie Arbeit. Gemeinsam mit der kreativen Mademoiselle Maya haben ich mich uns diesmal an ein, für mich eher unübliches, Thema gewagt. Den Anstoß gab einTreppenhaus, das mir durch Zufall beim letzten Lichtfest auffiel.

Die interessante und ungewöhnliche Architektur des Gebäudes wollten Mademoiselle Maya und ich also für die Modelfotografie nutzbar machen und haben uns an einer Kombination aus Architektur- und Mode(l)fotografie versucht.

Gerade das Zusammenspiel von Linien und dem Körper des Models war für uns interessant, aber auch anspruchsvoll, da Mademoiselle Maya sich in sehr akrobatische Posen begeben musste (zu meinem Glück ist sie als Kickboxerin entsprechend sportlich).

Mit Weihnachtsdekoration und Glitzervorhängen zum  Fotoshooting im Stil der zwanziger Jahre

Vielleicht erinnern sich ja noch einige von Euch daran, dass ich Mitte diesen Jahres ein Fotoshooting verlost habe.

Nachdem die Gewinnerin feststand, sah ich, dass sie bereits häufiger gemodelt und so auch schon einiges an Erfahrung vorzuweisen hatte. Sie erzählte mir, dass Sie sich ein Shooting im Stil der zwanziger Jahre wünschen würde und besaß glücklicherweise auch einen großen Fundus mit entsprechender Kleidung, so dass die Grundlage für atmosphärische Bilder geschaffen war.

Da wir uns dafür entschieden, im Studio zu fotografieren, galt es nun ein entsprechendes Set zu aufzubauen, das auch ohne eine nachträgliche Montage eine gewisse Tiefe und Stimmung erzeugen sollte. Um die Illusion der Roaring Twenties im Studio zum Leben zu erwecken, wollte ich möglichste viele Glanz- und Bokehstellen in das Bild einbauen, aber seht selbst:

Für die Lichtpunkte im Hintergrund befestigte ich drei Lichterketten an meinem Hintergrundsystem und um den Effekt vor dem Model zu erzeugen hängte ich einen silbernen Fadenvorhang, mit einer abenteuerlichen Konstruktion vor das Model. Der Vorhang ist insofern praktisch, da man die einzelnen Fäden so arrangieren kann, dass sie eine schöne Umrandung oder Begrenzung für das Bild schaffen. Die Lichtreflexionen, die dabei entstehen sorgen dafür, dass jedes Bild leicht unterschiedlich und somit interessant wird.
Mit etwas Kreativität und einfachen Utensilien lässt sich also ganz leicht eine glamuröse Stimmung inszenieren. Grade jetzt zur Weihnachtszeit sind die Läden voll mit glitzernden Accessoires (neben Lichterketten sind meine absoluten Favoriten Engelshaar und Lametta) die sich perfekt dafür eignen, um Bildern eine gewisse Tiefe zu verleihen.